Zwei Orchester und drei Chöre

Seit seiner Gründung im Jahr 1983 ist der COGE gewachsen: Ein Kammerensemble, das im Rahmen der Saison 2003/2004 von Grund auf neu strukturiert wurde, kam 1989 hinzu, 2004 folgte das Vokalensemble. Heute umfaßt der COGE zwei Orchester und drei Chöre, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit wechselseitig ergänzen, aber ein gemeinsames Ziel verfolgen: Jedem Studenten und jedem Musiker (aus Gründen der Leserlichkeit beschränken wir uns auf die männliche Form, es sind jedoch stets beide Geschlechter gemeint, A.d.Ü.) seine individuelle Entfaltung zu ermöglichen...

Eine einzige große Vereinigung

Keine andere studentische Vereinigung beinhaltet so viele verschiedene unabhängige Ensembles wie der COGE. So haben das Symphonische Ensemble und das Kammerensemble jeweils ihr eigenes Orchester und ihren eigenen Chor. Darüber hinaus hat jedes Ensemble sein eigenes Programm. Während einige Mitglieder des COGE in mehreren Ensembles mitwirken, entscheidet sich doch die Mehrheit für ein einziges. Somit verfügt der COGE über zwei Orchester und drei Chöre, die alle jeweils ganz eigen in Anspruch, Charakter, Atmosphäre und Tradition sind - dies ist eine große Stärke des COGE.

Auf der anderen Seite könnte diese Stärke sich schnell gegen die Vereinigung wenden, in Gestalt der Gefahr der Konkurrenz, die, insbesondere beim Werben um Mitglieder, zum Verlust der Spieler eines Ensembles zugunsten eines anderen führen könnte. Aus diesem Grunde fördert der COGE nach Kräften die Verschiedenheit und Komplementarität seiner fünf Ensembles. Dies zeigt sich in den Verfahren bei Programmgestaltung, Mitgliederwerbung und Probenarbeit, die in den unterschiedlichen Ensembles von Grund auf verschieden sind.

Schließlich gestattet das Vorhandensein dieser fünf sich ergänzenden Ensembles eine gewisse Mobilität im Inneren der Vereinigung. Sie ermöglicht es jedem Mitglied, in ein Ensemble zu wechseln, das seiner musikalischen Entwicklung und dementsprechend seinen geänderten Erwartungen am besten entspricht.

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Das Kammerensemble

Das Kammerensemble wurde 1988 aus dem Wunsch einer besonders motivierten und erfahrenen Gruppierung von Musikern im Inneren des Symphonischen Ensembles (das zu dieser Zeit aus 90 Instrumentalisten und 200 Chorsängern bestand) heraus geboren, in einer kleineren Gruppe zu musizieren. Heute zählt dieses Ensemble 40 Instrumentalisten und 60 Chorsänger.

Das Ensemble wurde im Laufe der Saison 2003/04 von Grund auf neu strukturiert. Es ging dabei darum, es stärker gegen das Symphonische Ensemble abzugrenzen und damit das Angebot des COGE um ein Ensemble für die motiviertesten und sichersten Musiker der Vereinigung zu erweitern. Zu diesem Zweck werden seit der 21. Saison Vorspiele für all jene, die dem Chor oder Orchester des Kammerensembles beitreten möchten, organisiert.

Beschränkte es sich zuvor auf ein einziges Programm, so ging das Kammerensemble mit der Saison 2003/04 auf drei Programme pro Jahr über. Im folgenden Jahr wurde die Aufteilung der Konzerte, in denen diese Programme gespielt werden, geändert: Das erste Programm wird Mitte Dezember gespielt, das zweite Ende März und das dritte Ende Juni.

In diesem Ensemble findet der Musiker die Gelegenheit, anspruchsvolle Werke kennenzulernen und sich einem Repertoire zu widmen, das von Laien selten gespielt wird. Zu den letzten Programmen des Kammerensembles zählen die Tänze aus Galanta von Kodaly und Der Liebeszauber von de Falla, zwei Werke des zwanzigsten Jahrhunderts von gleichsam anerkannter großer technischer Schwierigkeit. Im Juni 2004 werden zwei Benefizkonzerte mit der Messa die Gloria von Rossini, einem sehr selten gespielten Werk, gegeben. Schließlich nähert sich das Ensemble im Rahmen der unter dem Motto "Europa" stehenden 22. Saison im Jahr 2004/05 auf der einen Seite der leichten Musik, insbesondere der Fledermaus von Johann Strauß (Sohn), an, und interpretiert auf der anderen Seite die neunte Symphonie von Ludwig van Beethoven.

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Das Symphonische Ensemble

LDas Symphonische Ensemble war sechs Jahre lang das einzige Ensemble des COGE. Es wurde im Jahr 1982 aus einer Fusion der Chöre der Ecole Polytechnique und der HEC heraus geboren und schnell um ein Orchester erweitert, das sich ebenfalls aus Studenten zusammensetzte. Durch die allmähliche Öffnung gegenüber der Gesamtheit der Studenten erst der Grandes Ecoles (frz. Elitehochschulen, A.d.Ü.), dann der Pariser Universitäten, ist das Ensemble mit jedem Jahr gewachsen und zählt bis zu 220 Chorsänger und 100 Instrumentalisten.

Das Ziel dieses Ensembles ist seit jeher dasselbe: Jedem Studenten die Möglichkeit zu geben, unter dem Taktstock eines professionellen Dirigenten zu singen oder zu spielen, mit dem Ziel qualitativ hochwertiger Konzerte an bekannten Orten, in Paris und im Ausland. Um diesem Ziel gerecht zu werden, verlangt das Symphonische Ensemble kein Vorspiel - aber dennoch eine gute musikalische Ausbildung von den Instrumentalisten und eine hohe Motivation von allen.

Auf diesem Grundstein aufbauend war es dem Symphonischen Ensemble möglich, besonders ehrgeizige Projekte zu verwirklichen. Sein erstes Konzert fand am 29. Mai 1984 im Saal Pleyel statt, auf dem Programm stand die Nicolai-Messe von Haydn.

Seit der zweiten Saison im Jahr 1984/85 werden zwei Programme pro Saison gegeben. Das zweite Programm gibt dabei Anlaß zu zwei Konzerten im Saal Pleyel und zu Konzerten in der französischen Provinz und im europäischen Ausland. Das Deutsche Requiem von Brahms, das Requiem von Verdi und der Elias von Mendelssohn zählen zu den Werken dieser zweiten Programme.

Von 1992 bis 1996 war das erste Programm im Jahr ausschließlich symphonisch, wohingegen das zweite Chor und Orchester bei den nunmehr traditionellen Konzerten im Saal Pleyel und im Ausland vereinigte. Im Jahr 1994 stand die dritte Symphonie "Kaddish" von Bernstein als französische Uraufführung auf dem Programm.

Seit der Saison 1996/97 steht die Struktur der Programme des Symphonischen Ensembles fest: Chor und Orchester geben eine Reihe von Konzerten im Januar und eine weitere im Juni. Zu den vom Symphonischen Ensemble aufgeführten Werken gehören die Schöpfung von Haydn, das Requiem von Dvorak, die siebte Symphonie von Beethoven, Alexander Nevsky von Prokofiew, Romeo und Julia von Prokofiew und von Tschaikowsky sowie die Polowetzer Tänze von Borodin.

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Das Vokalensemble

Im Oktober 2004 wurde die Vereinigung, die bereits über das Symphonische Ensemble und das Kammerensemble verfügte, noch um ein aus sechzehn Sängern bestehendes Vokalensemble erweitert. Erklärtes Ziel des Vokalensembles des COGE ist die Erarbeitung von Werken für Chor a cappella, insbesondere aus dem weiten Feld der Alten Musik und des Barock.

Unter der Leitung seines Chorleiters Nicolas Pommier widmen sich die Sänger des Vokalensembles ebensogut den "Klassikern" (etwa die berühmte Motette Jesu, meine Freude von Johann Sebastian Bach oder Hear my Prayer von Henry Purcell) wie weniger bekannten und selten gegebenen Werken (wie die Missa quatuor vocum von Domenico Scarlatti, das Crux fidelis von Joao dem Vierten von Portugal...). Sie suchen dabei nicht nur einen guten Ensembleklang, sondern ein Klangbild, das jedem einzelnen Stück so gut wie möglich gerecht wird, dem Stil und den Absichten des Komponisten entsprechend.

Das "Europa Cantat" getaufte Programm der Saison 2004/05 reiht sich perfekt in das Gesamtbild der ganz unter dem Motto "Europa" stehenden 22. Saison des COGE ein. "Europa Cantat" will gleichzeitig durch die Zeit (Themen, die bei mehreren Komponisten auftauchen) und durch den Raum (musikalische Wanderschaften durch das Europa der Renaissance und des Barock, mit Streifzügen durch die deutsche, franko-flämische, englische und italienische Musik) führen - eine echte Einladung zum Reisen!

Das Vokalensemble hat zu der lyrisch-symphonischen Produktion Starmania beigetragen, die am 22. Junar und 4. Februar 2004 auf der Bühne des Palais du Congrès in Paris gespielt wurde.

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